eine blume an deine pforte


  "talismann"

 

 

ein berg bleibt ein berg, ein fels ein fels und der grad wandert,

schneidend bedeckt mit eis und schnee.

hier,

diese leise träne entrinnt meinem lächeln,

denn es schaute dein gesicht.

hielt es in den händen,

wurde zum kuss.

und gebettet des nachts, gespiegelt erschaut, blicktest du zu mir.

hauchten deine lippen,

tropften deine augen.

diese eine zärtlichkeit in mich hinein.

 

ein säuseln, eben sein und

vergehen.

dann vorbei

der tag, durch wochen und jahre, verweht und

geht

diesen einen schritt noch zu dir.

doch

immer tiefer und tiefer zieht mich

das schreien des vogels,

das rauschen des baumes,

das vergehen der zeit.

mein geist der verrückt, sich erinnert, bleibt getäuscht.

schlägt ins wasser.

spürt

die töne deines liedes,

spürt

das streicheln deiner hand.

 

ich flieh.

beschreie den vogel, der verstummt

schlage den baum, der verblutet

zerpflücke die krone.

doch was bleibt,

wenn die stimme bricht.

ein wort.

es schwebt durch die zeit.

so kopflos,

durch mein gelöstes haar.

so sprachlos,

durch meine leeren lippen.

zieht es und weht hinüber zu dir.

du, der

mich empfängt.

du, der

auf mich wartet.

glühend,

sehe ich die sonne und sehe das meer.

ich nehme die kleider jetzt von mir und mit meiner haut gleiten sie zu boden.

mein leib ist zerschmettert.

und jedes entblößte wort verlässt nun

meine hand.